Dr. Tanja Bogusz, Soziologin, stellt uns ihre aktuelle Arbeit zum Thema Praxistheorie vor.

Ab wann wird eine Praxis performativ? Welche schöpferischen, unvorhersehbaren und irritierenden  Aspekte der Praxis bringen Differenz nicht nur im Sinne von Distinktion, sondern im Sinne neuer Möglichkeitsräume hervor? Der Begriff der Emergenz – der Prozesse des Hervorbringens neuer Komplexitäten beschreibt – verspricht ein sinnbringendes Getaway aus dem klassischen Konflikt zwischen Wiederholung und Differenz zu sein, weil Emergenz überall dort anzutreffen ist, wo sich Wiederholung und Differenz vergleichzeitigen – also in der Praxis. T. B. hofft im Anschluss auf den Vortrag auf einen Austausch über die Frage, ob und wie Praxis und Emergenz in der künstlerischen Produktion dazu beitragen, ästhetische Erfahrungen zu machen.

Dr. Tanja Bogusz, geboren 1970 in Hamburg-Altona, gelernte Industriemechanikerin. Diverse Jobs als Briefzustellerin, Druckerin und im internationalen Gewerkschaftsaustausch, Studium Französisch, Journalistik und Soziologie in Hamburg, Paris und Berlin. Promotion 2006 bei Wolf Lepenies über die Berliner Volksbühne, danach wiss.
Mitarbeiterin und Dozentin an der Friedrich-Schiller Universität Jena und der Technischen Universität Dresden. Seit 2008 an der Berliner Humboldt Universität zu Berlin/Institut für Europäische Ethnologie.

Donnerstag, den 14. Mai 2009, 21 Uhr